VfL Wolfsburg hat am 22. August 2026 mit 8:2 gegen den 1. FC Nürnberg gewonnen. Die Wölfinnen haben ihre Leistung in der ersten Halbzeit nicht fortgesetzt und haben das Spiel in fünfzehn Minuten gedreht. Der VfL Wolfsburg war in der ersten Halbzeit nicht überzeugend und hatte in der Defensive oft Unsicherheiten. Die Clubfrauen hingegen traten mit breiter Brust auf und legten in der 39. Minute nach. Eine Ecke von Nastassja Lein konnte Wolfsburg nicht klären. Keira Bednorz, im Mai von Eintracht Frankfurt zum Club gewechselt, ging bei einem Zweikampf im Strafraum zu Boden, ein Abpraller landete dann aber direkt vor ihren Füßen, sodass sie die Kugel im Liegen über die Linie schieben konnte. Nach dem Seitenwechsel schien der VfL weiterhin verunsichert, hatte nun aber auch etwas Glück. Die Torschützinnen aus Nürnberg hingegen wurden zu tragischen Figuren des Spiels. Erst holte sich Proniez nach einem ungestümen Zweikampf gegen Prasnikar ihre zweite gelbe Karte ab und wurde zurecht vom Platz gestellt (51.). Dann foulte Bednorz Zicai im Strafraum und verursachte damit einen Strafstoß. Janina Minge verwandelte souverän zum Anschlusstreffer (56.). Danach schienen die Gästinnen wie ausgewechselt. Eine Ecke bekamen die Clubfrauen nicht geklärt und Zicai nutzte das eiskalt zum 2:2-Ausgleich aus (61.). Kurz danach profitierte die Wolfsburgerin von einem Missverständnis der Abwehr im Strafraum und staubte zur 3:2-Führung ab (65.). Innerhalb von fünfzehn Minuten hatten die Wölfinnen das Spiel gedreht. Im Rückstand verließ die Gastgeberinnen nun vollständig das Vertrauen. Einen gefährlichen Rückpass schnappte sich Weronika Arasniewicz (68.) zur 4:2-Führung. Kurze Zeit später passte die FCN-Defensive wieder nicht auf. Eine gefährliche Ecke in den Fünfmeterraum faustete Keeperin Lourdes Romero mit beiden Fäusten ins Netz (75.) – 2:5. Doch der Albtraum der Clubfrauen wollte nicht aufhören. Die Unterzahl machte ihr Spiel zwar schwieriger, doch das erklärte nicht die fatalen Fehler, die sich vor allem die Abwehr nun leistete. Defensiv-Neuzugang Alexsandra Lobanova foulte Minge im Strafraum. Die Wölfin verwandelte auch den zweiten Elfmeter souverän (79.). In der Schlussphase erhöhten dann noch Camilla Küver (89.) und Ella Peddemors (90.+5) jeweils mit schönen Fernschüssen auf 8:2. Die Clubfrauen müssen nach einer 2:0-Führung und einem stolzen Auftreten in der ersten Halbzeit die zweithöchste Niederlage in der Bundesliga einstecken, nach der 1:9-Niederlage ebenfalls gegen Wolfsburg im Februar 2024. Am zweiten Spieltag (30. August, 14.00 Uhr) wartet mit Eintracht Frankfurt ein nicht weniger schwerer Gegner auf den 1. FC Nürnberg. Der VfL Wolfsburg steht derzeit auf dem 16. Platz in der Bundesliga-Tabelle, mit 29 Punkten aus 34 Spielen. Die Wölfinnen haben in der neuen Saison 45 Tore erzielt und 69 kassiert (-24 Torverhältnis). Sie sind 60 Punkte hinter den Tabellenführern Bayern München.