VfL Wolfsburg hat seinen algerischen Nationalstürmer Mohammed Amoura an den französischen Erstligisten OGC Nizza ausgeliehen. Der 26-Jährige wechselt für ein Jahr nach Frankreich, wie der deutsche Zweitligist vor dem Transferfenster-Ende bekannt gab.

Die Abordnung erfolgt mit einer festen Kaufoption für den Ligue-1-Klub. Diese liegt laut dem Bericht von Kicker im zweistelligen Millionenbereich. OGC Nizza übernimmt zudem das komplette Gehalt des Angreifers für die Dauer der Leihe. Für Wolfsburg ist dies eine kurzfristige Transferlösung, um Amoura Spielpraxis zu verschaffen und seinen Marktwert zu steigern.

Der Verein aus Niedersachsen startet derweil solide in die 2. Bundesliga-Saison 2026/27. Nach drei Spieltagen steht man mit sieben Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. Die Bilanz zeigt zwei Siege und ein Unentschieden bei einem Torverhältnis von 6:2. Damit liegt man nur zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter 1. FC Nürnberg. Die aktuelle Formkurve lautet WWD. Den nächsten Auftritt hat die Mannschaft am 5. Dezember daheim gegen den Tabellenfünften 1. FC Magdeburg, wie der Spielplan ausweist.

Mohammed Amoura gehörte in der vergangenen, von sportlichen Problemen geprägten Saison nicht durchgehend zum festen Plan bei den Wölfen. Der Stürmer absolvierte insgesamt 61 Bundesliga-Partien für den Club und erzielte dabei 18 Tore sowie 17 Vorlagen. In der Abstiegssaison kam es jedoch zu zwei Sperren für den Offensivspieler. Die Leihe nach Nizza soll ihm nun regelmäßige Einsätze in einer der Top-Ligen Europas ermöglichen.

Amoura selbst äußerte sich positiv über den Wechsel. "Ich kenne die Ligue 1 gut und den OGC Nizza", sagte der Algerier. "Ich habe viele Freunde, die hier gespielt haben." Sein neuer Sportdirektor bei OGC Nizza, Maurice Cohen, betonte die Attraktivität des Klubs: "Er hatte zahlreiche Angebote, und die Tatsache, dass er sich für uns entschieden hat, zeigt, dass wir nach wie vor eine attraktive Option sind."

Der Abgang von Amoura verändert die personelle Situation im Angriff von VfL Wolfsburg. Der Verein muss die Offensivproduktion nun mit seinen verbliebenen Stürmern sicherstellen. Die aktuelle Torausbeute von sechs Treffern in drei Ligaspielen ist ein vielversprechender Anfang. Die komplette Übersicht über die eingesetzten Spieler bietet die Kader-Seite.

Die sportliche Leitung in Wolfsburg hat mit dieser Leihe einen flexiblen Weg gewählt. Sollte Amoura in Frankreich überzeugen, kann Nizza ihn fest verpflichten und Wolfsburg erhält eine beträchtliche Ablösesumme. Sollte der Wechsel nicht den gewünschten Erfolg bringen, endet das Engagement im Sommer 2027 und der Spieler kehrt zurück. Für die Planungssicherheit ist diese Konstruktion vorteilhaft.

Die Wölfe haben sich nach dem Bundesliga-Abstieg gut in der zweiten Liga eingefunden. Der dritte Platz in der Tabelle nach drei Spielen unterstreicht die Ambitionen auf einen direkten Wiederaufstieg. Die defensive Stabilität mit nur zwei Gegentoren ist eine solide Basis. Der Punktabstand zu Nürnberg ist mit zwei Zählern minimal.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Mannschaft ihre gute Frühform konsolidieren kann. Der Kader muss die Abwesenheit von Amoura kompensieren. Die nächste Herausforderung wartet mit dem Heimspiel gegen den starken 1. FC Magdeburg am 5. Dezember 2026.