Der VfL Wolfsburg hat seine erste Niederlage in der 2. Bundesliga-Saison 2026/27 kassiert. Ein spätes Tor von Joel Chima Fujita in der 88. Minute besiegelte am 12. September die 0:1-Pleite beim FC St. Pauli und stoppte die bis dahin ungeschlagene Serie der Niedersachsen.

Sportvorstand Dieter Hecking reagierte prompt mit einer klaren Ansage an die Mannschaft. Vor dem wichtigen Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 am Freitag machte er deutlich, dass Freundlichkeit allein nicht zum Aufstieg reicht. „Lieb und nett reicht nicht, um aufzusteigen“, sagte der 61-Jährige. Die Niederlage in Hamburg wirft den VfL in der Tabelle auf den fünften Rang zurück, wo das Team mit acht Zählern aus fünf Partien jetzt sieben Punkte hinter Spitzenreiter Hertha BSC liegt.

Die aktuelle Bilanz

Die Bilanz nach fünf Spieltagen zeigt zwei Siege, zwei Unentschieden und nun eine Niederlage. Mit zehn erzielten und sieben kassierten Toren bleibt die Tordifferenz positiv. Topscorer ist derzeit Fabian Reese mit drei Treffern. Die Formkurve der letzten Begegnungen zeigt mit den Ergebnissen LDWWD allerdings eine leichte Delle. Nach dem furiosen 5:2-Auswärtssieg beim Karlsruher SC folgte ein spektakuläres 4:4 gegen Energie Cottbus, ehe die Nullnummer in Hamburg stand.

Heckings Worte zielen auf die mentale Stärke in entscheidenden Momenten. Die späte Führung der Hamburger, die selbst erst in der Schlussphase zuschlugen, offenbarte eine gewisse Nachlässigkeit in der Defensive. Der VfL hatte zuvor in der laufenden Spielzeit stets getroffen, nun blieb die Offensive zum ersten Mal ohne Torerfolg.

Der Blick nach vorn

Der direkte Wiederaufstieg in die Bundesliga ist das erklärte Saisonziel des Clubs. Die aktuelle Tabellenkonstellation zeigt, dass der VfL im Mittelfeld der Aufstiegsaspiranten mitspielt, aber den Anschluss an die Spitze noch nicht verloren hat. Das nächste Spiel gegen den abstiegsbedrohten SV Darmstadt 98, der auf dem 16. Platz steht, bietet die Chance für eine sofortige Reaktion. Ein Sieg wäre wichtig, um den Druck von den Schultern der Spieler zu nehmen und den Rückstand auf die direkten Aufstiegsplätze zu verringern.

Die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl muss nun beweisen, dass sie aus dem Rückschlag lernt. Die individuellen Qualitäten im Kader sind vorhanden, wie die Torausbeute und die starken Auftritte von Spielern wie Reese und Robert Glatzel zeigen. Die Übersicht über das gesamte Aufgebot unterstreicht die Breite der Mannschaft. Entscheidend wird sein, ob die Defensive stabiler wird und die Mannschaft in engen Spielen die nötige Härte an den Tag legt, von der Hecking sprach.

Der Spieltag gegen Darmstadt am 18. September in der Volkswagen Arena ist damit ein echter Gradmesser. Ein Erfolg würde den Weg für einen erfolgreichen Oktober ebnen, eine erneute Enttäuschung könnte die Diskussionen um die Teamstärke weiter anheizen. Die Partie beginnt um 18:30 Uhr.

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