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VfL Wolfsburg stolpert - Erzrivale Eintracht Braunschweig feiert überraschenden Saisonstart
Der VfL Wolfsburg startet in die neue Saison mit einem 0:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern, während der Erzrivale Eintracht Braunschweig mit einem fulminanten 6:1 gegen den 1. FC Magdeburg an die Tabellenspitze stürmt. Die Grün-Weißen müssen sich nun mit dem höchsten Budget der Liga von Anfang an ganz oben mitspielen, um die positive Grundstimmung in Wolfsburg zu erhalten.
Der VfL Wolfsburg gilt als großer Favorit für den Aufstieg in die Bundesliga, doch die Rückkehr in die höchste Spielklasse wird kein Selbstläufer. Das wurde bereits im ersten Spiel deutlich. Viel besser lief es beim Nachbarn. Verfasst von Sarah Knauth - Uhr. Noch vor wenigen Wochen hätte es nach einem torlosen Unentschieden in der Volkswagen Arena wütende Pfiffe für das Wolfsburger Team gegeben. Doch obwohl der VfL trotz millionenschwerer Unterstützung von VW inzwischen nur noch zweitklassig ist, gab es nach dem 0:0 im Auftaktspiel in der zweiten Liga gegen den 1. FC Kaiserslautern aufmunternden Applaus für die völlig neu formierte Mannschaft der Grün-Weißen. "Von der Energie her war es gut. Das haben die Leute auch gespürt", sagte Sportdirektor Pirmin Schwegler. "Vom Energielevel war es ein großer Schritt, alles andere wird kommen", sagte der Schweizer, der sich mit Sport-Geschäftsführer Dieter Hecking und dem neuen Trainer Tobias Strobl noch mitten im großen Umbruch bei den Wölfen befindet.
Pejcinovic-Abgang fix Unmittelbar vor dem Spiel verkündeten die Verantwortlichen noch den Transfer von Dzenan Pejcinovic, dessen Wechsel zum VfB Stuttgart nur noch offiziell bestätigt werden muss. Der U21-Nationalstürmer stand gegen Kaiserslautern zwar noch im Kader, wurde aber nicht mehr eingesetzt. Auch sonst ist das neue VfL-Konstrukt noch lange nicht fertig. Dafür, dass "der Haufen erst sieben Wochen zusammen ist", war es in Ordnung, sagte Hauke Wahl. Der vom FC St. Pauli gekommene Abwehrchef war einer von acht Spielern in der Startelf, die in der völlig misslungenen Abstiegssaison noch nicht da waren oder wie der 18-jährige Torwart Jakub Zielinski keine Rolle spielten.
Gute Phase reicht nicht Vor allem in den 20 Minuten vor der Pause zeigte der VfL, warum nahezu alle Experten die Niedersachsen als Topfavoriten für den Aufstieg sehen. Besonders der von Hertha BSC gekommene Fabian Reese und der ehemalige Hoffenheimer Muhammed Damar deuteten an, dass sie mit ihrer Klasse die zweite Liga dominieren können. "Da haben wir den Fußball gespielt, den wir spielen wollen", sagte Reese. Der auch von zahlreichen Erstligisten umworbene Edeltechniker wollte das 0:0 gegen die unbequemen Lauterer nicht als Fehlstart interpretieren. "Wir wissen jetzt alle, wie schwer es ist, in der zweiten Liga erfolgreich Fußball zu spielen", sagte Reese. "Es ist ein Marathon, kein Sprint." ## Ausgerechnet Braunschweig top Doch so sehr alle Beteiligten bemüht waren, das Positive aus dem Spiel zu ziehen, ist klar, dass der VfL im Niedersachsen-Derby bei Hannover 96 am kommenden Sonntag bereits ein wenig unter Druck steht. Will man die positive Grundstimmung in Wolfsburg erhalten, muss der Verein mit dem höchsten Budget der Liga von Anfang an ganz oben mitspielen. Schwegler ist überzeugt davon, dass das gelingen wird. "Wir werden weitere Schritte gehen, und heute waren es schon mehr als Ansätze, auch wenn das Ergebnis zu wenig ist." Ein perfektes Ergebnis legte dagegen ausgerechnet Erzrivale Eintracht Braunschweig zum Saisonstart hin. Der niedersächsische Nachbar stürmte mit einem fulminanten 6:1 beim 1. FC Magdeburg an die Tabellenspitze.