Der VfL Wolfsburg hat nach dem Ende des Transferfensters einen tiefgreifenden Kaderumbruch mit zehn Neuzugängen und 22 Abgängen abgeschlossen. Der Zweitligist startet mit sieben Punkten aus den ersten drei Partien und aktuell Platz 4 in die internationale Pause.
Sportvorstand Marcel Schäfer und sein Team mussten in diesem Sommer einen schwierigen Spagat meistern. Einerseits galt es, finanzielle Erwartungen zu erfüllen und Transfererlöse zu generieren. Andererseits sollte die sportliche Qualität auf dem Platz erhalten bleiben. Das Ziel war klar: einen Kader zu formen, der groß genug ist, um Ausfälle zu kompensieren, aber jedem Spieler auch eine klare Perspektive bietet. „Es waren viele Telefonate, meine Akkulaufzeit hat definitiv gelitten“, sagte Schwegler mit einem Schmunzeln über die intensive Transferphase.
Die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl hat die ersten vier Spieltage der 2. Bundesliga mit acht Punkten abgeschlossen. Das bedeutet Rang vier in der Tabelle. Die Bilanz zeigt zwei Siege, zwei Unentschieden und keine Niederlage. Die Tordifferenz von plus vier (10:6) unterstreicht die solide Defensivarbeit und die Offensivkraft. Zu den Tabellenführern von Hertha BSC beträgt der Rückstand momentan vier Punkte. Die aktuelle Formkurve mit den Ergebnissen D (Unentschieden), W (Sieg), W (Sieg), D (Unentschieden) zeigt eine Mannschaft, die schwer zu schlagen ist. Den kompletten Überblick über die Entwicklung bietet die Tabelle.
Ein zentraler Pfeiler der Strategie ist die eigene Jugend. Der Abgang von Dzenan Pejcinovic zu Stuttgart, der die finanziellen Erwartungen des VfL erfüllte und dem Spieler Champions-League-Fußball ermöglichte, ist ein Beispiel für den gewünschten Weg. Pejcinovic hatte den Sprung von der U19 in den Profikader geschafft. Der Klub will so viele Talente wie möglich aus dem eigenen Nachwuchs in den Erstliga-Kader integrieren. Dafür stehen den jungen Spielern enge Betreuung und ein Expertenteam zur Seite, um ihre Entwicklung zu fördern und Werte für die Zukunft zu schaffen. Die aktuelle Kaderzusammensetzung ist auf der Kaderseite einsehbar.
Mit dem geschlossenen Transferfenster und der anstehenden Länderspielpause konzentriert sich das Team nun voll auf die sportliche Arbeit. „Frag mich nochmal im Mai“, lachte Schwegler auf die Frage nach einer ersten Bilanz. Bis zur Pause will die Mannschaft noch einmal alles geben. Danach ist eine kurze Auszeit geplant. Das Ziel ist ein Urlaub etwas weiter weg, allerdings mit der unabdingbaren Voraussetzung: Es muss Mobilfunkempfang vorhanden sein, um stets erreichbar zu bleiben.
Die nächste sportliche Herausforderung wartet bereits am 12. September 2026. Dann tritt der VfL Wolfsburg beim FC St. Pauli an, der aktuell auf dem 15. Tabellenplatz steht. Alle anstehenden Termine der Saison sind im Spielplan verzeichnet.
