Der 1. FC Köln hat sich offenbar eine Abfuhr beim VfL Wolfsburg eingehandelt. Wie der "Kicker" berichtet, haben die Domstädter bei ihrer Suche nach einem neuen defensiven Mittelfeldspieler Vini Souza als Ziel ausgemacht. Die Bemühungen um den 27-jährigen Brasilianer scheinen jedoch nicht von Erfolg geprägt: Auf eine von den Kölnern angedachte Leihe mit Kaufoption wollen die Wölfe demnach nicht eingehen. Der Absteiger hat die Offerte des Bundesligisten abgelehnt, heißt es. Dem Magazin zufolge wollen die Wolfsburger Souza auch gar nicht loswerden, sondern in der 2. Liga auf ihn setzen. Souza sei fester Bestandteil der Mannschaft des neuen Trainers Tobias Strobl. Der Rechtsfuß besitzt bei den Niedersachsen ohnehin noch einen langfristigen Vertrag bis 2030. Vor einem Jahr hatte der VfL 15 Millionen Euro für seine Dienste an Sheffield United überwiesen.
Die Wolfsburger weisen derzeit eine nahezu ausgeglichene Transferbilanz auf. Zu den bislang 22,75 Millionen Euro Einnahmen dürften in Kürze weitere hinzukommen: Der vom VfB Stuttgart umworbene Angreifer Dzenan Pejcinovic (21) könnte 25 Millionen Euro Ablöse einbringen. Die Schwaben haben ihr Angebot noch einmal nachgebessert und befinden sich nur noch 1,5 Millionen Euro unter den Erwartungen des VfL-Bosse. Auch der FC Porto befasst sich mit Pejcinovic.
Wolfsburg profitiert dazu von Chelseas Kaufrausch. Durch eine Weiterverkaufsbeteiligung verdienen die Wölfe laut "Sky" zu 10 bis 15 Prozent am Transfer des früheren Verteidigers Maxence Lacroix (26) mit – die Summe bewegt sich, je nach Auslegung, zwischen 4,3 Millionen und 9 Millionen Euro. Hinzu kommt: Laut übereinstimmenden Berichten steht der Zweitligist in fortgeschrittenen Verhandlungen mit der AS Rom über Verteidiger Konstantinos Koulierakis. Der 22-jährige Griechenländer soll 17 Millionen Euro plus Boni einbringen.
Kölns lahmende Sechser-Suche – Das sagt Kessler über Transfers Der 1. FC Köln wiederum fahndet nach dem Abschied von Sechser Eric Martel (24) in Richtung Mainz nach einer Verstärkung fürs defensive Mittelfeld. Edson Álvarez (28) von West Ham United galt als Top-Lösung, zuletzt war eine Rückkehr von Eintracht Frankfurts Ellyes Skhiri (31) Thema. Beide Personalien sollen aber nicht mehr aktuell sein. Auch auf den Positionen im Angriff und links hinten klaffen noch Lücken.
Geschäftsführer Thomas Kessler setzt laut "Bild" auf den Faktor Zeit: "Wir sind auf keinen Fall komplett. Aber wir haben aber immer gesagt, dass wir Geduld brauchen werden. Uns geht es nicht um Geschwindigkeit bei den Transfers, sondern darum, das Richtige zu machen. Der Markt wird sich noch bewegen." Der Manager ergänzte: "Gegen Ende der Transferperiode kann noch das ein oder andere Fenster aufgehen. Es wird noch etwas passieren bei den Zugängen.
Bislang haben die Domstädter sieben Neuzugänge bzw. Festverpflichtungen eingetütet. Als Kandidaten auf einen Abschied gelten derweil Jan Thielmann (24) und Linton Maina (27). "Ich kann mir vorstellen, dass der ein oder andere Spieler zum Ende der Transferperiode noch sagen wird, dass er seine Zukunft nicht bei uns sieht", kommentierte Kessler. Offen ist auch, ob der beim BVB gehandelte Said El Mala (19) wirklich beim FC bleibt.
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