Eine umstrittene Gelb-Rote Karte gegen Mathys Angely beschäftigt den VfL Wolfsburg nach dem 4:4 gegen Energie Cottbus. Die Entscheidung von Schiedsrichter Florian Lechner in der 78. Minute führte zur Platzverweisung des Mittelfeldspielers und wird nun laut einem Bericht der WAZ intensiv diskutiert.
Die sogenannte Ampelkarte, eine zweite Gelbe, erhielt Angely für ein Foul an Cottbus-Spieler Timo Mauer. Aus Wolfsburger Sicht war der Eingriff jedoch nicht hart genug für eine zweite Verwarnung. Trainer und Spieler zeigten sich nach dem Spiel entsprechend verärgert. Die Sperre für Angely trifft die Mannschaft zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da sie in der 2. Bundesliga nach fünf Spieltagen auf dem achten Platz steht und Punkte braucht.
Die Situation entwickelte sich im Mittelfeld, als Angely versuchte, einen Konter von Energie Cottbus zu stoppen. Sein Tackling war nach Ansicht vieler Beobachter zwar foulwürdig, aber nicht rücksichtslos oder besonders hart. Schiedsrichter Lechner zog jedoch konsequent die zweite Gelbe Karte aus seiner Tasche, was die sofortige rote Karte zur Folge hatte. Diese Entscheidung entzog Wolfsburg in der Schlussphase einen wichtigen Spieler und beeinflusste den Spielverlauf. Die Mannschaft musste die letzten Minuten mit einem Mann weniger überstehen, obwohl sie noch auf den Sieg hoffte.
Mathys Angely wird das nächste Pflichtspiel des VfL Wolfsburg verpassen. Gemäß den Regeln des DFB folgt auf eine Gelb-Rote Karte eine automatische Sperre für eine Partie. Dies bedeutet, dass der 24-jährige Franzose nicht im Kader für das anstehende Spiel zur Verfügung steht. Sein Ausfall ist ein spürbarer Verlust, da Angely in dieser Saison bereits in vier Ligaspielen zum Einsatz kam und sich als flexibler Mittelfeldspieler etabliert hat. Die Mannschaft muss nun in der taktischen Planung für die nächste Begegnung umdenken.
Die Wolfsburger müssen die Sperre von Angely verkraften und sich auf das nächste Spiel konzentrieren. Die aktuelle Tabelle zeigt, dass jede verpasste Gelegenheit, Punkte zu holen, schwer wiegt. Die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl will die positive Energie aus den vier erzielten Toren gegen Cottbus mitnehmen, muss aber gleichzeitig die defensive Schwäche analysieren. Die kommenden Aufgaben sind anspruchsvoll, wie der aktuelle Spielplan des Clubs verdeutlicht. Die Verteidigung hat in den ersten fünf Ligaspielen bereits neun Gegentore kassiert, was ein klarer Ansatzpunkt für die Trainingsarbeit ist.
Ein Blick auf die Mannschaftsstatistiken unterstreicht, dass Angely mit seiner Balleroberungsstärke eine Lücke hinterlassen wird. Sein vorübergehender Ersatz muss diese defensive Arbeit im Zentrum übernehmen. Die Verantwortlichen des VfL Wolfsburg werden keine offizielle Beschwerde gegen die Schiedsrichterentscheidung einlegen, da dies kaum Aussicht auf Erfolg hat. Stattdessen konzentriert man sich auf die sportliche Bewältigung der Situation. Das nächste Spiel des VfL Wolfsburg findet am 13. September statt.
