Der VfL Wolfsburg hat sich nur knapp und nach einem wahren Drama für die zweite Runde des DFB-Pokals qualifiziert. Am Montagabend setzten sich die Niedersachsen beim Regionalligisten VSG Altglienicke erst im Elfmeterschießen mit 6:5 durch, nachdem es nach 120 Minuten 3:3 gestanden hatte.

Das Duell vom Punkt entwickelte sich zu einem Nervenkrieg. Für den VfL vergab zunächst Fabian Reese, dessen Schuss von VSG-Keeper Luis Zwick gehalten wurde. Wolfsburgs Torhüter Jakub Zielinski rettete seine Mannschaft daraufhin, indem er die Versuche von Sven Sonnenberg und Mehmet Ibrahimi parierte. Den entscheidenden Treffer verwandelte schließlich Kilian Fischer. Trainer Tobias Strobl atmete nach der Partie erleichtert auf. „So etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagte Strobl im ARD-Interview. „Der Abend hat schon das eine oder andere Härchen gekostet.“

Die Mannschaft begann unkonzentriert in das Auswärtsspiel. Bereits in der sechsten Minute nutzte Jonas Nietfeld nach einer Vorlage von Lennart Czyborra die erste große Chance der VSG zum 1:0. Der VfL, der mit dem neu verpflichteten Alexander Bernhardsson in der Startelf stand, bestimmte zwar das Spiel, scheiterte aber wiederholt an Torwart Zwick. Dieser hielt unter anderem Schüsse von Muhammed Damar und Reese. So ging es mit dem Rückstand in die Halbzeitpause.

Maximilian Arnold, der zur zweiten Hälfte eingewechselt wurde, war der entscheidende Mann für Wolfsburg. In der 55. Minute erzielte er mit einem Fernschuss aus etwa 30 Metern den 1:1-Ausgleich. Nach einem groben Fehler von Torwart Zielinski, der zum 2:1 für Altglienicke führte, traf Arnold erneut. In der 83. Minute verwandelte er einen Freistoß über die Mauer zum 2:2. In der Verlängerung geriet Wolfsburg erneut in Rückstand, ehe Hauke Wahl in der 117. Minute zum 3:3 ausglich und so die Entscheidung vom Punkt erzwang.

Der Bundesliga-Absteiger bleibt im Wettbewerb und kann sich auf die Auslosung der zweiten Runde am 5. September freuen. Die Leistung zeigte jedoch deutliche Schwächen, die vor den anstehenden Aufgaben in der 2. Bundesliga behoben werden müssen. Die aktuelle Tabelle und die kommenden fixtures sind online einsehbar. Für die Defensive gibt es mit Blick auf die squad-Übersicht sicherlich Diskussionsbedarf. Der Fokus liegt nun auf der Liga, wo jedes Spiel für den angestrebten Wiederaufstieg wichtig ist.